Ryczałt mit Mitarbeiter in Polen — lohnt sich das? (2026)
Beschäftigung eines Mitarbeiters bei einer JDG mit Ryczałt in Polen im Jahr 2026. Warum Gehalt und Arbeitgeberbeiträge die Ryczałt-Bemessungsgrundlage nicht senken und wie sich die Besteuerungsformen vergleichen lassen.
Auch mit Ryczałt dürfen Mitarbeiter beschäftigt werden, doch die Beschäftigungskosten senken die mit Ryczałt besteuerten Einnahmen nicht. Bruttogehalt, vom Arbeitgeber finanzierte Beiträge, PPK und die übrigen Beschäftigungskosten sind tatsächliche Betriebsausgaben, gelten bei der Berechnung des Ryczałt aber nicht als Betriebsausgaben.
Was der Arbeitgeber bezahlt
Bei einem Arbeitsvertrag finanziert der Unternehmer unter anderem:
- das Bruttogehalt,
- seinen Anteil an den Renten- und Erwerbsminderungsbeiträgen,
- den Unfallversicherungsbeitrag,
- den Arbeitsfonds und den FGŚP, sofern sie anfallen,
- den Arbeitgeberbeitrag zum PPK, sofern der Mitarbeiter am Programm teilnimmt.
Der Krankenversicherungsbeitrag und ein Teil der Sozialversicherungsbeiträge des Mitarbeiters werden von dessen Gehalt einbehalten. Sie sind keine zusätzlichen Kosten über das Bruttogehalt hinaus.
Warum die Mitarbeiterkosten den Ryczałt nicht senken
Der Ryczałt wird von den Einnahmen nach den gesetzlich vorgesehenen Abzügen berechnet. Gewöhnliche Betriebsausgaben — darunter Gehälter und für Mitarbeiter finanzierte Beiträge — gehören nicht zu diesen Abzügen.
Abziehbar sein können unter anderem die eigenen Sozialversicherungsbeiträge des Unternehmers, 50% des gezahlten eigenen Krankenversicherungsbeitrags, IKZE und ausgewählte Vergünstigungen. Daraus lässt sich kein Recht auf Abzug der Lohnabrechnung ableiten.
Beispiel
Nehmen wir an:
- Einnahmen des Unternehmens: 200 000 zł,
- Ryczałt-Satz: 8,5%,
- jährliche Mitarbeiterkosten: 72 288 zł.
Vor den eigenen Abzügen des Unternehmers beträgt die Steuer:
200 000 zł × 8,5% = 17 000 zł
Die Mitarbeiterkosten senken die Bemessungsgrundlage nicht auf 127 712 zł. Sie wirken sich jedoch auf die Liquidität und die tatsächliche Rentabilität des Unternehmens aus.
Ryczałt oder PIT
Bei der Beschäftigung von Mitarbeitern sollten mindestens folgende Varianten verglichen werden:
- Ryczałt auf die gesamten Einnahmen,
- Linearsteuer von 19% auf das Einkommen,
- Progressivtarif von 12%/32% auf das Einkommen mit Freibetrag und verfügbaren Vergünstigungen,
- der für jede Form geltende Krankenversicherungsbeitrag.
Je höher der Anteil von Gehältern und anderen Kosten an den Einnahmen ist, desto häufiger kann eine einkommensbasierte Besteuerungsform günstiger ausfallen. Das ist jedoch keine automatische Regel — das Ergebnis hängt vom Ryczałt-Satz, von der Marge und von weiteren Einkünften ab.
PPK und Pflichten des Zahlers
Eine Beschäftigung kann Pflichten in folgenden Bereichen auslösen:
- Anmeldung beim ZUS,
- monatliche Unterlagen und Zahlungen,
- PIT-Vorauszahlungen des Mitarbeiters,
- PPK,
- Personalunterlagen und Arbeitsschutz.
Der grundlegende Arbeitgeberbeitrag zum PPK beträgt 1,5% des Entgelts des Teilnehmers. Das PPK hängt nicht von der früheren Schwelle von 20 Mitarbeitern ab; die Einzelheiten richten sich nach dem Status des Unternehmens und der beschäftigten Person.
FAQ
Wird das Gehalt eines Mitarbeiters beim Ryczałt von den Einnahmen abgezogen?
Nein. Es ist eine Betriebsausgabe, senkt aber die Bemessungsgrundlage des Ryczałt nicht.
Senken die Arbeitgeberbeiträge für einen Mitarbeiter den Ryczałt?
Nein. Sie dürfen nicht mit den eigenen Sozialversicherungsbeiträgen des Unternehmers verwechselt werden, die nach gesonderten Regeln abziehbar sein können.
Kann sich Ryczałt mit einem Mitarbeiter lohnen?
Ja, aber Steuer und Rentabilität müssen berechnet werden, ohne die Einnahmen um die Beschäftigungskosten zu mindern.
Quellen
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Dieser Beitrag ist allgemeiner Natur. Beim Vergleich sind der Ryczałt-Satz, sämtliche Kosten und der Krankenversicherungsbeitrag zu berücksichtigen.
