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· 8 min· Paweł Woś

Split Payment im Einzelunternehmen (JDG) in Polen (2026) — Wie es funktioniert, wann es verpflichtend ist

Mechanismus der geteilten Zahlung (Split Payment) im Einzelunternehmen (JDG) in Polen im Jahr 2026. Wie das VAT-Konto funktioniert, wann Split Payment verpflichtend ist und wann eine freiwillige Anwendung sinnvoll ist.

Split PaymentVAT-KontoUmsatzsteuerJDG2026

Split Payment ist ein verpflichtender Mechanismus für Transaktionen über 15.000 zł brutto. Es teilt die Zahlung in zwei Teile — der Nettobetrag geht auf das normale Konto des Verkäufers, die Umsatzsteuer auf ein spezielles VAT-Konto. Fehlendes Split Payment, wenn es verpflichtend ist = Verlust des Rechts auf Umsatzsteuerabzug und Kostenabzug.

In diesem Leitfaden erkläre ich, wie Split Payment im Einzelunternehmen (JDG) in Polen im Jahr 2026 funktioniert — und wann es verpflichtend ist.

Wie funktioniert Split Payment?

Split Payment — wie man die Zahlung aufteilt

Der Split-Payment-Mechanismus (mechanizm podzielonej płatności) ist für B2B-Transaktionen über 15.000 zł brutto verpflichtend. Die Umsatzsteuer geht auf ein spezielles Umsatzsteuerkonto, der Rest auf ein normales Konto.

Beispielrechnung

Brutto
30 000,00 zł
=
Netto
24 390,00 zł
+
USt 23%
5610,00 zł

Geldfluss

24 390,00 zł
→ Normales Konto des Verkäufers

Der Nettobetrag geht auf das normale Bankkonto des Verkäufers. Diese Mittel können für alles verwendet werden: Gehälter, Miete, Ausstattung, Material.

5610,00 zł
→ Umsatzsteuerkonto des Verkäufers

Der Umsatzsteuerbetrag geht auf ein spezielles Umsatzsteuerkonto. Diese Mittel sind eingeschränkt verwendbar — man kann nur Steuern davon zahlen.

Was man VOM Umsatzsteuerkonto zahlen kann
  • Umsatzsteuer an das Finanzamt
  • PIT (Einkommensteuer natürlicher Personen)
  • CIT (Körperschaftsteuer)
  • ZUS (Sozialversicherungsbeiträge)
  • Verbrauchsteuer (akcyza)
Was man NICHT vom Umsatzsteuerkonto zahlen darf
  • Gehälter der Mitarbeiter
  • Büro-/Geschäftsmiete
  • Ausstattung, Material, Dienstleistungen
Verpflichtende Schwelle

Der Split-Payment-Mechanismus ist für B2B-Transaktionen verpflichtend, deren Bruttowert 15.000 zł übersteigt. Unter dieser Schwelle ist er freiwillig.

Kernregel: Die Mittel auf dem Umsatzsteuerkonto sind nicht „eingefroren" — Sie können sie auf Ihr normales Konto senden, um andere Umsatzsteuerpflichtige zu bezahlen (Überweisung von einem Umsatzsteuerkonto auf das Umsatzsteuerkonto eines anderen Steuerpflichtigen). Sie können sie auch auf das normale Konto zurückholen, aber dann werden sie zu Ihrem Einkommen und sind steuerpflichtig.

Unsicher, wie Sie Split Payment in Ihrem Unternehmen anwenden?

Prüfen wir →

Basierend auf dem Umsatzsteuergesetz (§ 108a–108e), Dz.U. 2024 poz. 361 geändert. Die Schwelle von 15.000 zł brutto gilt seit 1. November 2019. Das Umsatzsteuerkonto wird vom Finanzministerium geführt. Beträge für 2026. Informationsmaterial.

Der Split-Payment-Mechanismus (geteilte Zahlung) teilt automatisch die Zahlung für eine Rechnung:

  • Nettobetrag → normales Konto des Verkäufers
  • Umsatzsteuerbetrag → VAT-Konto des Verkäufers

Beispiel:

Rechnung: 30.000 zł brutto = 24.390 zł netto + 5.610 zł Umsatzsteuer

Bei Split Payment:

  • 24.390 zł netto → normales Konto des Verkäufers
  • 5.610 zł Umsatzsteuer → VAT-Konto des Verkäufers

Der Verkäufer erhält das Geld auf zwei Konten.

VAT-Konto — Was ist das?

Ein VAT-Konto ist ein spezielles Bankkonto, das mit der Steuernummer (NIP) des Unternehmens verknüpft ist. Es dient der Abrechnung im Split-Payment-Mechanismus.

So richten Sie es ein:

  1. Bei der Bank, bei der Sie Ihr Firmenkonto haben
  2. Die Bank eröffnet das VAT-Konto automatisch — verknüpft mit der Steuernummer (NIP)
  3. Die Bank meldet das Konto an das Finanzministerium — es erscheint auf der weißen Liste

Was Sie mit dem Geld auf dem VAT-Konto tun können:

  • Eigene Umsatzsteuer an das Finanzamt zahlen (VAT-7)
  • Umsatzsteuer an einen anderen Lieferanten überweisen (Split Payment)
  • PIT, CIT, Sozialversicherung (ZUS), Verbrauchsteuer zahlen (seit 2020)
  • Auf Ihr normales Konto überweisen in Ausnahmefällen (Umsatzsteuer-Überzahlung, Erstattung vom Finanzamt)

Was Sie nicht tun können:

  • Gehälter zahlen
  • Miete bezahlen
  • Ausrüstung kaufen (außer über Split Payment an einen Umsatzsteuerzahler)
  • Bargeld abheben

Wann ist Split Payment verpflichtend?

1. Transaktionen über 15.000 zł brutto (B2B)

Split Payment ist verpflichtend, wenn:

  • Der Transaktionsbetrag 15.000 zł brutto überschreitet
  • Beide Parteien aktive Umsatzsteuerzahler sind
  • Die Transaktion B2B ist

Fehlendes Split Payment, wenn es verpflichtend ist:

  • Das Finanzamt streicht die abziehbare Umsatzsteuer (kein Abzug möglich)
  • Das Finanzamt streicht die PIT-Kosten (kein Abzug möglich)
  • Die Zahlung wird als Einkommen des Vertragspartners behandelt (20 % Pauschalsteuer)

2. Sensible Branchen

Split Payment ist außerdem verpflichtend bei Transaktionen in Branchen, die in Anlage 15 zum Umsatzsteuergesetz aufgeführt sind, unabhängig vom Betrag:

  • Verkauf von Elektronik (Computer, Telefone)
  • Verkauf von elektronischen Bauteilen
  • Handel mit chemischen Verbindungen und chemischen Produkten
  • Verkauf von Brennstoffen, Lösungsmitteln, Ölen
  • Verkauf von Edelmetallen und unedlen Metallen
  • Verkauf von Mobilgeräten
  • Verkauf von Hüttenprodukten
  • Verkauf von Abfällen

Wann ist Split Payment freiwillig?

Split Payment können Sie freiwillig in jeder B2B-Transaktion anwenden — nicht nur über 15.000 zł. Dann:

  • Der Umsatzsteuerbetrag landet auf dem VAT-Konto des Verkäufers
  • Der Nettobetrag auf dem normalen Konto

Das ist gut, wenn Sie sicherstellen wollen, dass die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt wird.

Wie führt man eine Split-Payment-Überweisung durch?

Banken bieten zwei Möglichkeiten:

1. Automatischer Mechanismus

Im Online-Banking wählen Sie die Option „Split Payment" (oder „Mechanismus der geteilten Zahlung"). Sie geben den Bruttobetrag und die Steuernummer (NIP) des Verkäufers ein. Die Bank teilt die Zahlung automatisch.

2. Überweisung auf das VAT-Konto

Überweisung auf das VAT-Konto des Verkäufers (auf der weißen Liste sichtbar) in Höhe der Umsatzsteuer. Den Nettobetrag zahlen Sie separat auf das normale Konto.

Überzahlung auf dem VAT-Konto — was tun?

Wenn sich auf dem VAT-Konto eine Überzahlung angesammelt hat (Sie haben mehr Umsatzsteuer gezahlt als nötig), können Sie:

  1. Umsatzsteuer an das Finanzamt zahlen — VAT-7 vom VAT-Konto
  2. An einen anderen Umsatzsteuerzahler überweisen (Split Payment)
  3. Antrag beim Finanzamt auf Erstattung auf das normale Konto (PIT-1, Umsatzsteuer-Erstattung in 25/60/90 Tagen)

Wichtig: Sie können das Geld nicht selbstständig vom VAT-Konto auf Ihr normales Konto überweisen. Sie müssen einen Erstattungsantrag beim Finanzamt stellen.

Split Payment und die weiße Liste

Split Payment und die weiße Liste sind miteinander verknüpft:

  • Das VAT-Konto muss auf der weißen Liste sichtbar sein
  • Prüfen Sie den Vertragspartner vor einer Überweisung über 15.000 zł
  • Wenn das Konto des Verkäufers nicht auf der weißen Liste steht — funktioniert Split Payment nicht

Split Payment und KSeF

Das nationale E-Rechnungssystem (KSeF) schafft Split Payment nicht ab. Ab 2027, wenn KSeF verpflichtend wird, bleibt Split Payment bestehen:

  • KSeF-Rechnungen werden in der Umsatzsteuererklärung abgerechnet
  • Split Payment bleibt über 15.000 zł verpflichtend
  • Die Bank erkennt KSeF-Rechnungen automatisch und kann Split Payment automatisch anbieten

Häufigste Fehler

1. Kein Split Payment über 15.000 zł

Strafen: Verlust der abziehbaren Umsatzsteuer + PIT-Kosten + 20 % Pauschalsteuer.

2. Zahlung auf ein falsches VAT-Konto

Das VAT-Konto des Verkäufers muss auf der weißen Liste stehen. Wenn Sie auf ein Konto überweisen, das nicht auf der Liste steht — wird es als Fehler behandelt.

3. Verwendung des VAT-Kontos für normale Ausgaben

Das VAT-Konto dient nur der Umsatzsteuer, PIT, CIT, Sozialversicherung (ZUS) und Verbrauchsteuer. Nicht für Gehälter, Miete oder Ausrüstung.

4. Falsche Berechnung der 15.000-zł-Schwelle

15.000 zł ist der Bruttobetrag (inkl. Umsatzsteuer). Wenn eine Rechnung 12.195 zł netto + 2.805 zł Umsatzsteuer = 15.000 zł brutto ergibt — ist Split Payment verpflichtend.

5. Vergessen von Umsatzsteuer-Erstattungen

Eine Überzahlung auf dem VAT-Konto muss vom Finanzamt auf Antrag erstattet werden. Sie können sie nicht selbstständig überweisen.

FAQ

Ist Split Payment für B2C-Transaktionen verpflichtend?

Nein. Split Payment betrifft nur B2B-Transaktionen.

Muss ich ein VAT-Konto haben?

Wenn Sie aktiver Umsatzsteuerzahler sind — ja. Die Bank eröffnet das VAT-Konto automatisch.

Kann ich Split Payment freiwillig unter 15.000 zł anwenden?

Ja. Sie können Split Payment freiwillig in jeder B2B-Transaktion anwenden.

Was, wenn ich über 15.000 zł mit einer normalen Überweisung zahle?

Sie verlieren die abziehbare Umsatzsteuer + PIT-Kosten. Zusätzlich wird die Zahlung als Einkommen des Vertragspartners behandelt (20 % Pauschalsteuer).

Betrifft Split Payment ausländische Transaktionen?

Nein. Split Payment betrifft nur inländische Transaktionen (PL-PL). Rechnungen über innergemeinschaftlichen Erwerb (WNT), innergemeinschaftliche Lieferung (WDT), sonstige Leistungen, Export — sind nicht vom Split Payment erfasst.

Brauchen Sie Hilfe mit Split Payment?

Ich führe die Buchhaltung für Einzelunternehmen (JDG) mit voller Umsatzsteuer-Betreuung — Split Payment, VAT-Konto, weiße Liste, EU-Umsatzsteuer. Ab 49 zł + Umsatzsteuer monatlich.

Schreiben Sie an [email protected] oder besuchen Sie oxyok.com/pl.

Hinweis: Split Payment basiert auf dem Umsatzsteuergesetz (Art. 108a). Verpflichtend für B2B-Transaktionen über 15.000 zł brutto und in sensiblen Branchen (Anlage 15). Treffen Sie Entscheidungen erst nach Rücksprache mit einem Buchhalter.

Fragen zur Buchhaltung?

Ich führe die Buchhaltung für Einzelunternehmen ab 49 zł + MwSt (VAT) pro Monat.

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Split Payment im Einzelunternehmen (JDG) in Polen (2026) — Wie es funktioniert, wann es verpflichtend ist